Queer gelesen – Es geht in die zweite Runde!

Beim diesjährigen Antifee – dem Göttinger Festival für Feminismus und gelebte Gesellschaftskritik veranstaltet das Bündnis Vielfalt que[er]leben nach dem fulminanten Erfolg am 17. Mai bereits zum zweiten Mal eine Lesebühne!
Die Lesebühne findet am Samstag auf/vor/bei der großen Bühne statt und zwar von 14 bis 16 Uhr.

Nicht der Heteronorm entsprechende Texte, Gedichte und Geschichten begegnen uns im Alltag viel zu selten. Dabei wollen wir genau das hören und rufen auf:
Runter vom Sofa und rauf auf die Bühne!
Egal ob lesbische Lyrik, schwule Shortstorys, polyamoröse Poesie oder Geschichten über GenderTrouble – wir wollen Queers and friends aller Geschlechter einladen, ihre Lieblingstexte und Geschichten aller Genres und Sprachen für und mit uns vorzulesen.
Ob leise oder laut, ob sicher oder ganz schüchtern, wir wollen Dich hören!
Um möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu geben, das Mikro zu entern, ist die Lesezeit auf 10 bis 15 Minuten begrenzt. Wir werden außerdem versuchen, das Geschlechterverhältnis der Vortragenden ausgeglichen zu halten.
Hast du nun unglaublich Lust bekommen, mitzumachen? Dann schreib uns (für bessere Planbarkeit) kurz, wer du bist und was du lesen wollen würdest an: queer_unigoe@liebt-dich.info
Für Kurzentschlossene wird es auch Texte und Bücher zum Stöbern vor Ort geben. Gern kannst du auch lesens-, bzw. hörwerte Texte und Bücher mitbringen, selbst wenn du nicht selbst lesen möchtest!

P.S.: Bitte beachtet, dass wir (auch in Fiktion) keinen Bock auf rassistische, sexistische, homo- oder transphobe und sonstige diskriminierende Inhalte haben und im Zweifel unterbrechen werden.
Wollt ihr „erotische“ Texte lesen, bedenkt bitte die unterschiedlichen Grenzen eurer Zuhörer_innen.

17. Mai 2011 – Vielfalt Que(er)leben

Logo
Zum internationalen Aktionstag gegen Homophobie und Transphobie werden wir aktiv. Das neue Göttinger Bündnis „Vielfalt Que(er)leben“ gestaltet mit und für euch einen Tag: Laut, bunt, impulsreich und vor allem queer.

Auch in Göttingen beobachten wir noch immer Anfeindung und Ausgrenzung, Hass und Gewalt gegen Homo-, Bi und Trans*Menschen in Tat und Wort. Die gesetzliche Gleichstellung lässt immer noch auf sich warten und findet auch noch keine Anerkennung.

Wir wollen nicht nur den sicheren Raum für Menschen in der Gesellschaft, sondern die queer-emanzipatorische Transformation weg von heterosexuell zweigeschlechtlichem Mainstream. Wir fordern Respekt und Akzeptanz für die Vielfalt an Beziehungsformen, sexuellen Orientierungen und individuellen Identitätskonzepten.

Unter dieses Ziel stellen wir den diesjährigen Tag gegen Homophobie und Transphobie, den es in dieser Form seit fünf Jahren gibt.

Dazu laden wir herzlich ein zu einem informativen Campusstand (vor der Zentralmensa), einer anschließenden queer-kreativen Lesung auf dem Wagenplatz und schließen diesen wundervollen Tag ab mit einer fulminanten, rhythmus-beladenen und funkelnden Party im Juzi. Juhu!

12-14h Campus-Stand: Kommt vorbei und informiert euch!
ab 16h Queer gelesen: Offene Lesebühne auf dem Wagenplatz. Runter vom Sofa und rauf auf die Bühne!
ab 22h Party im Juzi: free yourself – be yourself

Alle Menschen mit Interesse an vielfältigen Lebensformen sind herzlich eingeladen! Unerwünscht ist die Teilnahme von Menschen, die
rassistische oder sexistische Einstellungen haben oder andere aufgrund ihrer Lebensweise oder Identität ablehnen.

Das Göttinger Bündnis „Vielfalt Que(er)leben“

Plakat

Selbstverständnis

die queere hochschulgruppe ist ein bunter, queerfeministischer zusammenhang von nicht-heteronormativen menschen. wir verstehen uns als ein zusammenschluss von individuen, die hauptsächlich — aber nicht nur — auf der uni-ebene für die sichtbarmachung von queeren lebensweisen eintreten und homo- wie transphobe strukturen analysieren und ihnen entgegentreten.

zweigeschlechtlichkeit sehen wir als eine soziale konstruktion an, die viele menschen, die nicht dem ideal einer frau bzw. eines mannes entsprechen (können/wollen), ausschließt. diese sexistische struktur gilt es zu überwinden. genauso wie der gesellschaftliche zwang zur heterosexualität, welcher einerseits wieder die zweigeschlechtlichkeit festschreibt und andererseits klar vorschreibt, wen wir wann, wie und wo lieben dürfen und wen nicht.

um für uns und allen interessierten einen freiraum und eine entspannte und spaßige gruppenatmosphäre zu schaffen, lehnen wir jede art von ableismus, ageismus, antisemitismus, bodyismus, faschismus, fundementalismus, heterosexismus, homophobie, klassismus, lookismus, mackertum, nationalismus, rassismus, sexismus, trans*phobie,1 und alle anderen formen von sozialer diskriminierung und ausgrenzung ab.

oder:
TORTEN, TUNTEN & TACHELESS.

  1. da wir keine hierarchisierung der unterdrückungsmechanismen entstehen lassen wollen sind diese alphabetisch sortiert. falls euch einige unterdrückungsmechanismen nicht geläufig sein sollten, schaut in unserem glossar nach. [zurück]